Wachzeiten & Wachphasen Baby: Tabelle nach Alter
Die Wachzeit eines Babys liegt je nach Alter und individuellem Schlafbedarf meist zwischen etwa 45 Minuten und mehreren Stunden. Neugeborene brauchen häufig schon nach 45–90 Minuten wieder Schlaf, während ein Baby mit 6 Monaten oft etwa 2–3 Stunden wach bleiben kann. Die folgende Tabelle dient als Orientierung – entscheidend sind zusätzlich die Müdigkeitszeichen deines Babys.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Wachphasen deines Babys beginnen mit dem Aufwachen und enden, wenn dein Kleines wieder einschläft. Füttern, Wickeln, Kuscheln und die Einschlafroutine gehören dazu.
- Mit zunehmendem Alter werden die Wachphasen länger.
- Die Werte in der Tabelle sind Orientierungswerte und keine festen Vorgaben.
- Müdigkeitszeichen helfen dir dabei, die passende Wachzeit für dein Baby im Alltag besser einzuschätzen.
- Wenn dein Baby deutlich früher müde wird, darf es früher schlafen. Ist es noch zufrieden und aufmerksam, kann die Wachphase auch länger ausfallen.
Inhaltsverzeichnis
ToggleWachzeiten Baby: Tabelle nach Alter
Die folgenden Werte geben dir eine praktische Orientierung dafür, wie lange Babys in verschiedenen Altersstufen typischerweise wach bleiben können. Die tatsächliche Wachzeit kann je nach Baby, Tageszeit und Situation kürzer oder länger sein.
Alter deines Babys
Typische Wachphase
0 – 3 Monate
ca. 45 – 90 Minuten
4 Monate
ca. 1,5 – 2 Stunden
5 – 7 Monate
ca. 2 – 3 Stunden
8 – 14 Monate
ca. 3 – 4 Stunden
ab ca. 15 Monate
ca. 5 – 6 Stunden
Wichtig: Die Angaben sind Orientierungswerte und keine festen Schlafpläne. Besonders im ersten Lebensjahr können Wachzeiten und Schlafbedarf von Tag zu Tag schwanken.
Wachzeiten Baby: Tabelle nach Alter
Die folgenden Werte geben dir eine praktische Orientierung dafür, wie lange Babys in verschiedenen Altersstufen typischerweise wach bleiben können. Die tatsächliche Wachzeit kann je nach Baby, Tageszeit und Situation kürzer oder länger sein.
Alter deines Babys
Typische Wachphase
0-3 Monate
ca. 45-90 Min.
4 Monate
ca. 1,5-2 Std.
5-7 Monate
ca. 2-3 Std.
8-14 Monate
ca. 3-4 Std.
ab ca. 15 Monaten
ca. 5-6 Std.
Wichtig: Die Angaben sind Orientierungswerte und keine festen Schlafpläne. Besonders im ersten Lebensjahr können Wachzeiten und Schlafbedarf von Tag zu Tag schwanken.
Abbildung: Wachphasen Baby nach Alter
Die folgende Übersicht zeigt dir die typischen Wachphasen deines Babys nach Alter. Sie hilft dir dabei, schnell einzuschätzen, welche Wachzeit zu dem Entwicklungsstand deines Babys passen könnte.

Was bedeutet „Wachzeit“ beziehungsweise „Wachphase“?
Die Wachphase beschreibt die Zeit, die dein Baby zwischen zwei Schlafperioden am Stück wach ist. Sie beginnt grundsätzlich mit dem Aufwachen und endet, wenn dein Baby wieder einschläft.
Zur Wachphase gehören also nicht nur Spielen und Beschäftigung. Auch Stillen oder Füttern, Wickeln, Kuscheln und Beobachten der Umgebung zählen dazu.
Auch der Begriff Wachfenster wird häufig verwendet. Gemeint ist damit ebenfalls der Zeitraum zwischen zwei Schlafperioden, in dem dein Baby typischerweise wach bleiben kann.
Warum Wachphasen unterschiedlich lang ausfallen, hängt unter anderem vom Alter, Schlafbedarf und individuellen Rhythmus eines Babys ab. Gerade bei jungen Babys können die einzelnen Wachphasen von Tag zu Tag deutlich variieren.
Wachzeiten beim Babyschlaf nach Alter: Was ist typisch?
Mit zunehmendem Alter werden die Wachphasen meist länger. Gleichzeitig verändert sich das Verhältnis von Schlaf- und Wachphasen, da Babys nach und nach weniger Tagschlaf benötigen. Die Entwicklung verläuft jedoch nicht bei jedem Baby oder Kleinkind gleich. Die folgenden Werte dienen deshalb als Orientierung und zeigen, wie sich Wachzeiten und Nickerchen im Laufe der ersten Lebensjahre verändern können.
Wie lange sind Wachphasen bei Neugeborenen Babys - 0 bis 3 Monate?
Bei einem 3 Wochen alten Baby sind 3 Stunden Wachzeit am Stück eher ungewöhnlich. Neugeborene sind häufig schon nach etwa 45 bis 90 Minuten wieder müde. Einzelne längere Wachphasen können trotzdem vorkommen, besonders wenn dein Baby ansonsten zufrieden wirkt und gut trinkt.
Wenn du mehr über den Schlaf in den ersten Lebensmonaten erfahren möchtest, findest du in unserem Blogartikel „Babyschlaf von 0 bis 3 Monate“ weitere Informationen.
4-5 Monate: Die Wachphasen werden länger
Nach den ersten drei Monaten ist ein weiterer Meilenstein erreicht: Die Neugeborenenzeit ist vorbei. Dein kleines Baby wird wacher, nimmt seine Umgebung aktiver wahr und verarbeitet immer mehr Eindrücke.
Einige Babys erleben in dieser Zeit die sogenannte 4-Monats-Schlafregression. Der Schlaf entwickelt sich weiter und wird zunehmend von Schlafzyklen geprägt – ähnlich wie bei Erwachsenen.
Die bisher kurzen Wachphasen verlängern sich jetzt häufig auf etwa 1,5–2 Stunden. Dein Baby schläft tagsüber noch mehrere Male, und langsam entsteht ein besser vorhersehbarer Rhythmus.
Durch die Veränderungen der Schlafzyklen kann dein Baby in dieser Phase leichter zwischen Schlafphasen aufwachen. Dadurch können kurze Schläfchen, häufigeres nächtliches Aufwachen oder veränderte Einschlafgewohnheiten auftreten.
4 Monats Schlafregression: Warum schläft mein Baby plötzlich schlechter?
Die sogenannte 4-Monats-Schlafregression beschreibt eine Phase, in der sich das Schlafverhalten vieler Babys vorübergehend verändert. In unserem ausführlichen Beitrag zur 4-Monats-Schlafregression erfährst du mehr darüber, warum sich der Schlaf in dieser Phase verändern kann und was Eltern tun können.
Babys entwickeln in diesem Alter zunehmend klarere Schlafzyklen. Dadurch können sie zwischen einzelnen Schlafzyklen leichter aufwachen. Eltern bemerken beispielsweise:
- häufigeres Aufwachen in der Nacht
- kürzere Tagschläfchen
- Schwierigkeiten beim Einschlafen
- mehr Unruhe beim Übergang zwischen Schlafzyklen
Das bedeutet nicht automatisch, dass dein Baby „schlechter schlafen gelernt“ hat. Schlaf entwickelt sich weiter und kann sich in dieser Phase deutlich verändern. Eine ruhige, wiederkehrende Abendroutine kann dabei helfen, Orientierung zu geben.
6–7 Monate: Zwei bis drei längere Wachphasen
Der zyklische Schlaf ist in diesem Alter weitgehend etabliert. Dein Baby schläft nun in stabileren Schlafzyklen und verarbeitet Schlafphasenwechsel zunehmend ähnlich wie Erwachsene. Die Wachphasen dehnen sich auf etwa 2,5 bis 3 Stunden aus, und die meisten Babys schlafen jetzt noch dreimal am Tag. Ein Schlafzyklus dauert weiterhin etwa 30 bis 45 Minuten. Wenn dein Baby nach dieser Zeit aufwacht und noch müde wirkt, braucht es häufig noch Unterstützung, um in den nächsten Schlafzyklus zu finden. Das liegt daran, dass die Fähigkeit, Schlafzyklen selbstständig zu verbinden, sich noch weiterentwickelt.
8–14 Monate: Deutlich längere Wachzeiten
Mit etwa 8 Monaten fällt bei vielen Babys das dritte Tagschläfchen weg. Diese Umstellung ist individuell und kann sich über mehrere Wochen ziehen. In dieser Übergangsphase verändern sich die Wachphasen deutlich und müssen oft neu angepasst werden. Die Wachzeiten liegen nun meist zwischen 2 bis 4 Stunden. Dabei können die einzelnen Wachphasen innerhalb eines Tages unterschiedlich lang sein.
Was ist die 2-3-4 Regel
Die 2-3-4-Regel ist eine einfache Orientierung für den Tagesablauf älterer Babys und passt besonders gut ab etwa 7 Monaten.
- 2 Stunden Wachzeit bis zum ersten Schläfchen
- 3 Stunden Wachzeit bis zum zweiten Schläfchen
- 4 Stunden Wachzeit bis zum Nachtschlaf
Die Regel kann dabei helfen, die Wachphasen über den Tag zu strukturieren und einen verlässlicheren Rhythmus zu entwickeln. Sie ist jedoch kein fester Zeitplan: Jedes Baby hat einen individuellen Schlafbedarf und die tatsächlichen Wachzeiten können abweichen.
Wenn dein Baby vor Ablauf der empfohlenen Zeit müde wird, orientiere dich deshalb an seinen Müdigkeitszeichen. Im Übergang zu nur noch einem Schlaf am Tag kann die letzte Wachphase außerdem länger als vier Stunden ausfallen.
15–24 Monate: Übergang zu einem Tagschlaf
Die meisten Kinder wechseln zwischen etwa 12 und 18 Monaten auf einen Mittagsschlaf pro Tag. Während dieser Umstellungsphase können die Wachphasen schwanken, da sich der Schlafdruck neu verteilt. Die Wachzeiten liegen typischerweise zwischen 4 bis 6 Stunden. Mit der Umstellung ist die zweite Wachphase häufig etwas kürzer als die erste.
2-3 Jahre: Der Mittagsschlaf verändert sich
Im 3. Lebensjahr bleibt der Mittagsschlaf bei vielen Kindern zunächst bestehen, wird aber kürzer und unregelmäßiger. Einige Kinder brauchen ihn mit etwa 2,5 bis 3 Jahren nicht mehr. Die Wachphasen sind in diesem Alter deutlich individuell und liegen meist zwischen 5 und 6 Stunden pro Abschnitt, abhängig davon, ob noch ein Mittagsschlaf stattfindet. Wenn der Mittagsschlaf wegfällt, solltest du ihn durch eine Ruhepause ersetzen, in der sich dein Kind ruhig beschäftigt und ausruht.
Abbildung: Mittagsschlaf nach Alter
Die Abbildung zeigt, in welchem Alter Babys und Kleinkinder typischerweise noch einen Mittagsschlaf machen, wie sich die Dauer verändert und ab wann der Mittagsschlaf wegfällt.

Müdigkeitsanzeichen beim Baby: Daran erkennst du, wann Schlafenszeit ist
Die Tabelle weiter oben kann dir eine Orientierung geben, um die Schlaf- und Wachzeiten deines Babys besser zu verstehen. Die Müdigkeitsanzeichen deines Babys sind im Alltag aber mindestens genauso wichtig. Wenn du die Signale deines Babys genauer kennenlernen möchtest, findest du in unserem Beitrag über Müdigkeitsanzeichen beim Baby weitere Beispiele und praktische Tipps. Denn die optimale Wachzeit kann von Baby zu Baby und sogar von Tag zu Tag unterschiedlich sein.
Typische frühe Müdigkeitsanzeichen können sein:
- dein Baby schaut weg oder wendet sich von Reizen ab
- es wird ruhiger
- es verliert das Interesse am Spielen
- Bewegungen werden langsamer
- dein Baby wirkt weniger aufmerksam
- es sucht mehr Nähe
Spätere Müdigkeitszeichen können beispielsweise sein:
- Gähnen
- Augenreiben
- Quengeln
- Unruhe
- häufiges Wegschauen
- vermehrtes Weinen
Warum du nicht erst auf starkes Weinen warten solltest
Starkes Weinen bedeutet nicht immer, dass dein Baby „einfach nur müde“ ist. Wenn dein Baby jedoch bereits deutlich über seine Müdigkeitsgrenze hinaus ist, kann das Einschlafen schwieriger werden. Ein übermüdetes Baby kann beispielsweise:
- besonders unruhig wirken
- schwer zur Ruhe kommen
- beim Einschlafen weinen
- häufiger wieder aufwachen
- nur schwer in den Schlaf finden
Deshalb kann es hilfreich sein, schon auf frühe Müdigkeitsanzeichen zu achten.

Wachzeiten-Tabelle oder Müdigkeitszeichen: Was ist wichtiger?
Am besten nutzt du beides zusammen. Die Tabelle gibt dir eine Orientierung, wie lange dein Baby ungefähr wach sein kann. Die Müdigkeitszeichen zeigen dir dagegen, ob dein Baby müde ist – also ob jetzt tatsächlich Zeit für eine Schlafpause ist.
Wie finde ich die passenden Wachzeiten für mein Baby?
Ein Beispiel: Dein Baby mit 6 Monaten ist seit zwei Stunden wach. Die Tabelle zeigt, dass 2 bis 3 Stunden eine mögliche Wachzeit sind.
Wenn dein Baby bereits nach 2 Stunden deutlich müde wirkt, musst du deshalb nicht warten, bis 3 Stunden erreicht sind.
Umgekehrt gilt: Wenn dein Baby nach 2 Stunden noch zufrieden, aufmerksam und noch nicht müde genug ist, kann es sein, dass es noch nicht wieder schlafen möchte.
Die Uhr ist also eine Orientierung – dein Baby zeigt dir, wann es Schlaf braucht.
So findest du die passende Wachphase für dein Baby
Du möchtest die Signale deines Kindes sowie den Babyschlaf verstehen und sicherer einschätzen können, wann der richtige Zeitpunkt zum Schlafen ist?

Was tun, wenn mein Baby deutlich kürzer oder länger wach bleibt?
Das ist zunächst kein Grund zur Sorge. Wachzeiten sind keine exakten biologischen Zeitvorgaben. Manche Babys brauchen häufiger Schlafpausen, andere bleiben länger zufrieden wach. Auch innerhalb eines Tages können die Wachphasen unterschiedlich lang sein. Beispielsweise kann die erste Wachphase morgens kürzer ausfallen als eine Wachphase am Nachmittag.
Achte deshalb auf das Gesamtbild:
- Wirkt dein Baby während der Wachzeit zufrieden?
- Trinkt bzw. isst es altersgerecht?
- Entwickelt es sich entsprechend?
- Wirkt es beim Aufwachen aufmerksam und zufrieden?
- Findet es grundsätzlich in den Schlaf?
Wenn du unsicher bist oder dein Baby ungewöhnlich schläfrig wirkt, kaum zu wecken ist, schlecht trinkt oder sich sein Schlafverhalten plötzlich und deutlich verändert, solltest du deine Hebamme oder Kinderärztin bzw. deinen Kinderarzt um Rat fragen.
Schlafrhythmus beim Baby: Wie kann ein guter Tagesrhythmus aussehen?
Ein Tagesablauf muss nicht jeden Tag exakt gleich aussehen. Ein gewisser Rhythmus kann deinem Baby dennoch Orientierung geben. Hilfreich können wiederkehrende Abläufe sein:
Morgens: Aufstehen, füttern und eine ruhige Wachphase.
Tagsüber: Spielen, Nähe und altersgerechte Aktivität – anschließend Schlaf, sobald Müdigkeitszeichen auftreten.
Abends: Eine möglichst ruhige und wiederkehrende Routine kann den Übergang vom Tag zur Nacht erleichtern.
Dabei muss nicht jede Uhrzeit festgelegt sein. Gerade bei Babys ist ein flexibler Rhythmus häufig sinnvoller als ein starrer Schlafplan.
Warum schläft mein Baby trotz Müdigkeit nicht?
Dein Baby zeigt Müdigkeit und kann trotzdem nicht einschlafen? Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Wenn dein Baby regelmäßig Schwierigkeiten beim Einschlafen hat, findest du in unserem Beitrag „Mein Baby schläft nicht ein“ weitere mögliche Ursachen und konkrete Tipps. Mögliche Faktoren sind beispielsweise:
- dein Baby ist bereits übermüdet
- es war zu vielen Reizen ausgesetzt
- Hunger oder Durst
- eine volle Windel
- körperliches Unwohlsein
- Zahnen
- Entwicklungsschritte
- eine Veränderung der Schlafsituation
- eine Phase, in der sich der Schlaf gerade verändert
Manchmal ist dein Baby beim Einschlafen bereits übermüdet oder wurde durch zu viele Reize überfordert. Ein Baby kann überreizt sein, ohne dass die Müdigkeit auf den ersten Blick eindeutig erkennbar war. Deshalb lohnt sich ein Blick auf das Verhalten deines Babys und nicht nur auf die Uhr.
Warum schläft mein Baby plötzlich schlechter?
Eine Phase mit schlechterem Schlaf kann beispielsweise mit der Entwicklung deines Babys, wie neuen motorischen Fähigkeiten, Zahnen, Krankheit oder einer Veränderung des Tagesrhythmus zusammenhängen. Besonders bekannt ist die 4-Monats-Schlafregression. Aber auch später können sich Schlafgewohnheiten vorübergehend verändern. Gerade um den achten Lebensmonat herum erleben manche Familien eine Phase mit unruhigerem Schlaf. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag zur 8-Monats-Schlafregression.
Schlafbedarf Baby: Wie viel Schlaf braucht mein Baby?
Wie viel Schlaf dein Baby innerhalb von 24 Stunden braucht, verändert sich mit dem Alter und unterscheidet sich gleichzeitig von Kind zu Kind. Wenn du genauer wissen möchtest, wie viel Schlaf dein Baby in welchem Alter braucht, findest du in unserem ausführlichen Beitrag zum Schlafbedarf von Babys weitere Orientierung.
Neugeborene schlafen in der Regel deutlich mehr als ältere Babys. Wie viel Schlaf ein Baby tagsüber braucht, verändert sich ebenfalls mit dem Alter. Mit zunehmendem Alter nimmt der Gesamtschlaf meist langsam ab, während sich längere Wachphasen und ein stärker strukturierter Tagesrhythmus entwickeln. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Schlafdauer eines einzelnen Tages, sondern auch der gesamte Schlafbedarf deines Babys. Schau auch darauf, wie dein Baby wirkt, wenn es wach ist.
Die wichtigsten Wachzeiten beim Baby auf einen Blick
Die wichtigsten Wachzeiten nach Alter findest du hier noch einmal kompakt zusammengefasst.
Wie lange ist ein Baby mit 3 Monaten wach?
Häufig etwa 45 bis 90 Minuten, wobei individuelle Abweichungen normal sind.
Wie lange ist ein Baby mit 4 Monaten wach?
Häufig etwa 1,5 bis 2,5 Stunden Wachzeiten.
Wie lange ist ein Baby mit 6 Monaten wach?
Häufig etwa 2 bis 3 Stunden.
Wie lange ist ein Baby mit 9 Monaten wach?
Häufig etwa 2,5 bis 4 Stunden.
Wie lange ist ein Baby mit 12 Monaten wach?
Häufig etwa 3 bis 4 Stunden.
Fazit: Wachzeiten sind Orientierung, kein Zeitplan
Die Wachzeiten und Wachphasen eines Babys verlängern sich mit zunehmendem Alter. Eine Tabelle kann dir dabei helfen, ein Gefühl dafür zu bekommen, was ungefähr altersgerecht ist.
Noch wichtiger als eine bestimmte Zahl auf der Uhr sind jedoch die individuellen Signale deines Babys. Beobachte deshalb die Müdigkeitsanzeichen, berücksichtige Alter und Schlafbedarf und bleibe flexibel. Es ist völlig normal, wenn dein Baby nicht jeden Tag exakt nach derselben Wachzeit wieder schlafen möchte.
Gerade in Entwicklungsphasen oder während einer Schlafregression kann sich der Schlaf vorübergehend verändern. Du musst also nicht den perfekten Schlafplan finden. Dein Baby zeigt dir Schritt für Schritt, was es gerade braucht.
Häufige Fragen zu Wachzeiten und Wachphasen beim Baby
Hier findest du kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Wachzeiten, Wachphasen, Müdigkeitszeichen und Babyschlaf.
Wie lange sollte ein Baby wach sein?
Die mögliche Wachzeit hängt vom Alter ab. Neugeborene schaffen oft nur 45 bis 90 Minuten, während ein Baby mit 6 Monaten häufig etwa 2 bis 3 Stunden und ältere Babys mehrere Stunden am Stück wach bleiben können.
Was sind Wachphasen bei Babys und warum sind sie wichtig?
Eine Wachphase ist die Zeit zwischen zwei Schlafphasen, in der dein Baby wach ist. Dazu zählen auch Füttern, Wickeln, Kuscheln und Spielen.
Sind Wachzeiten bei jedem Baby gleich?
Nein. Die Werte aus einer Wachzeiten-Tabelle sind nur Orientierungswerte. Das individuelle Schlafbedürfnis kann deutlich unterschiedlich sein.
Was sind die ersten Müdigkeitsanzeichen beim Baby?
Frühe Müdigkeitszeichen können beispielsweise Wegschauen, weniger Interesse an der Umgebung, ruhigere Bewegungen oder ein erhöhtes Bedürfnis nach Nähe sein.
Was passiert, wenn mein Baby zu lange wach ist?
Ein übermüdetes Baby kann Schwierigkeiten haben, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen. Deshalb kann es sinnvoll sein, bereits auf frühe Müdigkeitszeichen zu reagieren.
Wie lange ist ein 6 Monate altes Baby wach?
Viele sechs Monate alte Babys können ungefähr 2 bis 3 Stunden am Stück wach bleiben. Die individuelle Wachzeit kann jedoch kürzer oder länger sein.
Was ist die 4 Monats Schlafregression?
Die sogenannte 4-Monats-Schlafregression beschreibt eine Phase, in der sich der Schlaf vieler Babys verändert. Häufig werden Babys nachts wieder häufiger wach oder schlafen tagsüber kürzer. Diese Veränderungen hängen mit der Reifung und Entwicklung des Schlafs zusammen.
Muss ich mich exakt an die Wachzeiten-Tabelle halten?
Nein. Eine Wachzeiten-Tabelle ist eine Orientierung und kein verbindlicher Zeitplan. Wenn dein Baby bereits früher müde wirkt, kannst du es entsprechend früher schlafen legen. Ist es noch zufrieden und aufmerksam, braucht es möglicherweise noch etwas Zeit.
Wann stellt mein Baby von 3 auf 2 Nickerchen um?
Ab dem 8. Lebensmonat beginnt der Großteil der Babys, von drei auf zwei Nickerchen am Tag umzustellen. Das 3. Tagschläfchen wird häufig schwieriger oder fällt nach und nach weg. Dadurch verlängern sich die Wachphasen und der Tagesrhythmus verändert sich.
Der genaue Zeitpunkt ist jedoch individuell. Wenn dein Baby noch drei Nickerchen benötigt und damit gut zurechtkommt, musst du die Umstellung nicht erzwingen.
Welche Uhrzeit sollte man ein Baby schlafen legen?
Eine feste Uhrzeit gibt es bei Babys nicht. Entscheidend sind Alter, Tagesrhythmus, Nickerchen und Müdigkeitszeichen. Bei jungen Babys kann sich die Schlafenszeit außerdem von Tag zu Tag verändern.
Was kann ich während der Wachphasen mit meinem Baby machen?
Wachphasen müssen nicht vollständig mit Aktivitäten ausgefüllt werden. Je nach Alter deines Babys können Stillen oder Füttern, Wickeln, Kuscheln, Spielen, Singen oder gemeinsames Beobachten der Umgebung dazugehören. Gerade junge Babys brauchen zwischendurch auch ruhige Momente und nicht ständig neue Reize.
Werden Wachphasen im Tagesverlauf länger?
Bei vielen Babys ist die erste Wachphase am Morgen kürzer als die späteren Wachphasen. Im Tagesverlauf können die Wachzeiten also länger werden.
Zählt die Einschlafroutine zur Wachphase?
Die Einschlafroutine gehört grundsätzlich noch zur Wachphase, solange dein Baby noch wach ist. Dazu können beispielsweise Wickeln, Schlafsack anziehen, Stillen, Kuscheln oder ein ruhiges Lied gehören. Entscheidend ist, wann dein Baby tatsächlich einschläft.
Wann schlafen Babys nachts durch?
„Durchschlafen“ wird im Alltag häufig mit einer kompletten Nacht ohne Aufwachen gleichgesetzt. Bei Babys ist die Realität jedoch komplexer.
Auch wenn ein Baby schon längere Schlafphasen schafft, kann es nachts weiterhin aufwachen – beispielsweise wegen Hunger, Nähebedürfnis, Zahnen, Krankheit oder anderen Entwicklungsphasen.
Nächtliches Aufwachen ist insbesondere bei jungen Babys normal.
Deshalb sollte das Ziel nicht darin bestehen, ein bestimmtes Alter zu erreichen, in dem jedes Baby automatisch die ganze Nacht schläft.
Viel wichtiger ist die individuelle Entwicklung deines Kindes.

Verfasst von Linda & Jana, zertifizierte Schlafberaterinnen für Babyschlaf und Kleinkindschlaf.
Unser Wissen basiert auf unserer Ausbildung zur Schlafberatung für Babyschlaf und Kleinkindschlaf, wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu kindlicher Entwicklung, Schlafregulation und Babyschlaf sowie kontinuierlichen Weiterbildungen.
Durch die Begleitung zahlreicher Familien wissen wir, dass jedes Kind anders ist und individuelle Bedürfnisse hat. Unser Ziel ist es, Eltern dabei zu unterstützen, ihr Kind besser zu verstehen und mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.
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