Wann ist mein Baby müde? Erfahre hier, wie du die Anzeichen für Hunger bei deinem Baby und die Müdigkeitsanzeichen bei deinem Baby erkennst.

"Wann ist mein Baby müde?"
Wir verraten es dir!

Lesedauer: 6 Minuten

Um zu wissen, wann dein Baby müde ist, ist es hilfreich, wenn du die Signale deines Babys richtig deuten kannst. Denn ein Schlafangebot zum richtigen Zeitpunkt ist eine wichtige Voraussetzung für entspanntes Ein- und altersgerechtes Durchschlafen. Woran du erkennst, ob dein Baby müde oder sogar schon übermüdet ist, und wie du Hunger von Müdigkeit bei deinem Baby unterscheiden kannst, erfährst du in diesem Blogbeitrag. 

Autoren: Linda & Jana, zert. Schlafberaterinnen für Babys & Kleinkinder

Anzeichen für Müdigkeit, Übermüdung, Hunger: Die Signale deines Babys richtig deuten

Die Müdigkeitsanzeichen deines Babys richtig zu deuten, ist manchmal gar nicht so einfach. Vor allem in den ersten drei Monaten ähneln sich die Anzeichen für die Bedürfnisse deines Babys wie Müdigkeit, Hunger, Durst oder Bauchweh. Das liegt auch daran, dass dein Neugeborenes selbst seine Bedürfnisse und die richtigen Antworten darauf erst kennenlernen muss. Je häufiger dein Baby die Erfahrung macht, dass seine Bedürfnisse richtig beantwortet werden (z.B. Müdigkeit mit Schlaf), desto zuverlässiger wird es dir signalisieren, was es gerade braucht.

Ist dein Baby müde? Oder hat dein Baby Hunger? Die Übersicht zeigt dir typische Anzeichen für Müdigkeit und Hunger bei deinem Baby.

Hat dein Baby Hunger oder ist dein Baby müde?

Dein Baby wirkt unzufrieden? Du bist dir unsicher, ob es müde oder hungrig ist? Gerade wenn dein Baby noch sehr klein ist, ist es manchmal gar nicht so einfach, Hunger und Müdigkeit voneinander zu unterscheiden.

Solange dein Baby nicht übermüdet ist, wird es bei Müdigkeit eher ruhig und passiv. Ist dein Baby hungrig, wird es dagegen aktiv, sucht die Brust oder beginnt an seinen Fäustchen oder Fingern zu saugen. In dieser Abbildung haben wir typische Anzeichen für Hunger und für Müdigkeit gegenübergestellt, an denen du dich orientieren kannst. 

Dein Baby ist müde: Die drei Stufen der Müdigkeit

Es gibt typische Anzeichen für Müdigkeit, die viele Babys zeigen, wenn es Zeit wird für sie, zu schlafen. Hier lassen sich drei verschiedene Stufen der Müdigkeit unterscheiden. Daneben zeigt jedes Baby auf seine individuelle Weise, dass es müde ist.

Beobachte dein Baby daher aufmerksam, um zuverlässig zu erkennen, wann es müde ist und du ihm ein Schlafangebot machen solltest. 

Stufe 1: Dein Baby wird müde und möchte ins Bett

Dein Baby zeigt Desinteresse

Das Interesse deines Babys am Spiel und an der Umwelt lässt allmählich nach. Dies erkennst du z.B. daran, dass dein Baby den Kopf wegdreht und den Blick abwendet, wenn du versuchst, mit ihm zu interagieren. Auch das Interesse an Spielzeug ist dann nicht mehr so groß. 

Dein Baby bekommt einen glasigen Blick

Wenn dein Baby einen glasigen Blick bekommt, ist dies ein weiteres typisches Anzeichen, dass es Zeit wird, mit der Bettgehroutine zu beginnen.  

Dein Baby bekommt eine rötliche Augenpartie

Bei einigen Babys färbt sich auch die Augenpartie rötlich, wenn sie müde werden. Aber Achtung: Wenn du dies bei deinem Baby beobachtest und es sich nicht um ein typisches Anzeichen handelt, das dein Baby bei Müdigkeit zeigt, könnte auch eine Augenentzündung vorliegen. Lass dies in diesem Fall am besten von deinem Kinderarzt abklären.

Stufe 2: Dein Baby ist müde und möchte schlafen

Dein Baby gähnt

Dies ist eines der typischsten Müdigkeitsanzeichen. Wenn dein Baby gähnt, bring es am besten ins Bett. Achtung: Wenn dein Baby älter ist, kann Gähnen auch ein Anzeichen von Langeweile sein. Behalte daher neben den Müdigkeitsanzeichen auch die altersgerechten Wachphasen deines Babys im Blick. Ein Blick auf die Uhr hilft, um zu wissen, ob es schon wieder Zeit für ein Schläfchen ist. 

Dein Baby reibt sich die Augen

Wenn dein Baby sich mit seinen Fäustchen die Augen reibt, zeigt es dir, dass es wirklich schlafen möchte. Sowohl Kinder als auch Erwachsene reiben sich bei Müdigkeit die Augen, weil der Körper in diesem Zustand weniger Tränenflüssigkeit produziert. Hierdurch fühlt sich das Auge trockener an und es entsteht der Impuls, sich die Augen zu reiben. 

Dein Baby zieht sich an den Haaren und Ohren

Wenn dein Baby anfängt, sich an den Haaren oder Ohren zu ziehen, ist dies ein typisches Anzeichen fortgeschrittener Müdigkeit.

Dein Baby quengelt und nörgelt

Du kannst deinem Baby nichts mehr recht machen? Es quengelt und nörgelt und möchte am liebsten nur noch auf dem Arm getragen werden? Wenn das letzte Schläfchen schon eine Weile her ist, ist dein Baby wahrscheinlich müde. Jetzt solltest du nicht mehr warten, bis du es schlafen legst.

Stufe 3: Dein Baby ist übermüdet

Dein Baby schreit hysterisch

Wenn die Stimmung kippt und dein Baby nicht mehr quengelt, sondern hysterisch schreit, ist die Grenze zur Übermüdung überschritten. Wenn Babys übermüden, schüttet ihr Körper das Stresshormon Cortisol aus. Dies macht es den Kleinen sehr schwer, wieder zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. 

Dein Baby drückt sich durch und hat eine starre Körperhaltung

Ein durchgedrückter Rücken und eine starre Körperhaltung sind typische Zeichen für Übermüdung. Gerade in den ersten drei Monaten interpretieren viele Eltern diese Signale als Bauchschmerzen im Rahmen der sog. Dreimonatskoliken. Hier hilft es, einen Blick auf die Uhr zu werfen und die altersgerechten Wachphasen für dein Baby zu überprüfen. Wenn das letzte Schläfchen bereits eine Weile her ist, spricht dies eher für eine Übermüdung. 

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du die Müdigkeitsanzeichen deines Babys richtig deutest, hilft es, für einige Tage ein Schlafprotokoll zu führen. So erhältst du einen Überblick über die Schlafenszeiten deines Babys und seinen individuellen Schlafbedarf. Wir haben eine Vorlage für dich erstellt, die den Schlafbedarf deines Babys automatisch berechnet.  

Mehr über den Schlafbedarf deines Babys erfahren!

Du bist dir nicht sicher, ob dein Baby ausreichend schläft?
Dann hol dir für 0€ unser automatisiertes Schlafprotokoll:

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Vielen Dank! Deine Anmeldung war erfolgreich.
Wir verwenden Brevo als unsere Marketing-Plattform. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Brevo zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden
Kostenlose Schlafprotokollvorlage zur Ermittlung des Schlafbedarfs deines Babys

Müdigkeitsanzeichen bei Kleinkindern

Bei Kleinkindern ist Müdigkeit nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Kleinkinder neigen bei Übermüdung zu Hyperaktivität. Jedoch sind sie dabei häufig tollpatschiger als gewöhnlich. Außerdem ist ihre Frustrationsgrenze sehr niedrig, so dass sie schnell anfangen zu quengeln.

Die richtige Deutung der Müdigkeitsanzeichen bleibt also eine Herausforderung. Die gute Nachricht ist, dass Kleinkinder eine gelegentliche Übermüdung besser tolerieren, je älter sie werden. Die Einschlafbegleitung kann trotzdem länger dauern, da dein Kind Zeit braucht, um zur Ruhe zu kommen und seine eigene Müdigkeit zu spüren. 

Was hilft deinem Baby bei Übermüdung?

  • Schaffe eine dunkle und ruhige Umgebung: Je müder dein Baby wird, desto ruhiger und langweiliger sollte seine Umwelt werden – nicht umgekehrt!
  • Im Arm kuscheln, tragen, wiegen: Berührung gepaart mit Bewegung hilft Babys zu entspannen. Bei Körperkontakt wird das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet, das dem Stresshormon Cortisol entgegenwirkt. 
Müdigkeitsanzeichen Kleinkind: Wann ist dein Kleinkind müde, übermüdet oder nicht müde genug? Dein Kleinkind turnt? Wenn die altersgerechte Wachphase bereits überschritten ist, kann das ein Zeichen sein, dass dein Kleinkind bereits übermüdet ist.
  • Stillen oder Flasche können deinem Baby ebenfalls helfen, ruhiger zu werden. 
  • Selbst entspannt bleiben: Das ist häufig das schwierigste, aber sehr hilfreich. Wenn du selbst entspannt bist, überträgt sich die Entspannung auf dein Baby. Wir wissen jedoch, dass es Situationen gibt, in denen wir einfach nicht mehr entspannt bleiben können. Wenn du dich in so einer Situation befindest, versuche dir Unterstützung zu holenWenn du dein Baby nicht abgeben möchtest, gibt es bestimmt eine Menge Dinge, die dir andere abnehmen können, z.B. Erledigungen im Haushalt, Einkaufen, größere Geschwisterkinder aus der Kita/dem Kindergarten abholen.

Du hast schon Vieles versucht, aber der Schlaf deines Babys bleibt eine Herausforderung? Wenn du dir Unterstützung wünschst, eure Schlafherausforderungen zu lösen, lerne uns unverbindlich kennen oder entscheide dich direkt für eines unserer Babyschlafcoachings. 

Jetzt loslegen und erholsam schlafen!

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner